Supporters Club e.V. beschließt Austritt aus dem SFCV e.V.

Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Supporters Clubs e.V. (SC) statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Diskussion, sowie auch die Abstimmung, über Austritt oder Verbleib im Schalker Fan-Club Verband (SFCV). Mit überwältigender Mehrheit beschloss die Mitgliederversammlung nach langer, leidenschaftlicher und intensiver Diskussion, den satzungsgemäßen Austritt aus dem SFCV.

Bereits Mitte Februar hatte es dazu eine große, mitgliederinterne Diskussionsrunde gegeben, im Zuge welcher die zukünftige Rolle des SC im SFCV intensiv disputiert wurde. Man beschloss, dem SFCV die Möglichkeit und auch die Zeit zu geben die Bereitschaft und den Willen an den Tag zu legen, sich von innen heraus spür- und messbar zu verändern und vertagte die gewünschte Abstimmung. Diese sollte erst nach dem laufenden Spielbetrieb, also während der ordentlichen Mitgliederversammlung in der Sommerpause, ergebnisoffen durchgeführt werden. Die damalige Stellungnahme dazu, u. a. mit der Aufführung zahlreicher Kritikpunkte, kann man hier nachlesen:

http://supportersclub.de/stellungnahme-die-zukunftige-rolle-des-supporters-clubs-im-sfcv/

Die SC-Mitglieder stellten am vergangenen Samstag nun bedauerlicherweise fest, dass es von SFCV-Seite in der Zwischenzeit keinerlei ernsthaft Bemühungen oder Bestrebungen gegeben habe, mögliche Fehlentwicklungen einzugestehen und zu korrigieren, geschweige denn überhaupt mit dem SC – immerhin mit einer Mitgliederzahl jenseits der 1000 die größte Fanorganisation im SFCV überhaupt – Kontakt aufzunehmen. Beides bedauern wir ausdrücklich.

Wie die Mitgliederversammlung am Samstag zeigte, bleiben alle entscheidenden Kernpunkte der Kritik von Mitte Februar weiterhin aktuell. Selbst die Befürworter eines Verbleibs im SFCV drückten allesamt ihre Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation aus. Tenor war immer wieder: Der SFCV habe seine Rolle als Fanvertretung, seinen Trieb zur Einmischung und Mitbestimmung, längst aufgegeben.

Beim SFCV, so zumindest die Wahrnehmung der meisten Mitglieder, drehe sich schon lange fast alles nur noch um Kartenzuteilungen, für die er – nach eigener Aussage – eigentlich schon längst gar nicht mehr zuständig sei. Dahingegen vermisse man jedoch schmerzlich jegliche Einmischung in die aktuellen Geschehnisse der Vereinspolitik, gewinne man immer mehr den Eindruck, dass man nicht mehr die Interessen der angeschlossenen Fan-Clubs bzw. Mitglieder verträte, sondern vielmehr als Erfüllungsgehilfe des S04-Vorstandes agiere, während man gleichzeitig versuche kritische Stimmen mundtot zu machen oder zumindest einfach beharrlich ignoriere.

Einem solchen Verband, der die Argumente und Interessen des S04 von oben nach unten weitergibt anstatt andersherum, die Belange der eigenen Mitglieder vor dem S04 zu vertreten, möchte der SC nicht weiter angehören. Es sind demnach nicht die Fans und Fan-Clubs die sich mittlerweile vom SFCV abwenden, es ist der SFCV der sich von seinen Mitgliedern entfernt.

Vor weit über 10 Jahren trat der SC, auf ausdrücklichen Wunsch des S04, auf ausdrücklichen Wunsch von Rudi Assauer, dem SFCV bei. Rudi Assauer hatte damals die Vision einer (wirtschaftlich) unabhängigen Schalker Fanvertretung, die sich unter einem gemeinsamen Dach – zum Vorteil aller Akteure – wiederfinden könne. Wir bedauern sehr, dass dieser gemeinsame Weg nun enden wird. Von Assauers Vision einer lebendigen und kritischen Fanvertretung, die dem S04 stets als seriöser und zuverlässiger, wenn notwenig aber auch unbequemer, Partner im permanenten Meinungsaustausch dient, ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.

Der Supporters Club wird weiterhin, auch gegenüber dem SFCV, als seriöser und zuverlässiger Gesprächspartner auftreten, parallel jedoch ganz sicher auch selbst, gemeinsam mit der Schalker Fanszene, am Bau neuer Wege arbeiten. Der große Zuspruch der vergangenen Tage, im Übrigen auch aus großen Teilen des SFCV selbst, wird uns dabei ermutigen und unterstützen.

Wer mit anpacken will – egal ob aktiv oder passiv, wer etwas bewegen will, wer sich mit „MACHEN anstatt MECKERN“ identifizieren kann, der wird bei uns ganz sicher ein entsprechendes Zuhause vorfinden. Vielleicht nicht immer kuschelig, aber stets demokratisch.

Wie ist der „offene Brief“ der Bezirksleiter zu interpretieren?

Vorab: Wir, die wir in unserem Club – ebenso wie Hunderte anderer Schalker in ihren Fan-Clubs und Fanorganisationen – seit vielen Jahren tätig sind, wissen die Arbeit der Bezirksleiter durchaus zu schätzen und zu würdigen. In der Verantwortung zu stehen ist oftmals ein verdammt undankbarer Job! „Meckern“ ist halt immer einfacher als „machen“!

Einige Aussagen in dem Text irritieren allerdings auch uns. Es kommt uns vor, als sei er in erster Linie eine Art windig-schwammiger Versuch die getroffenen Entscheidungen der vergangenen Monate zu rechtfertigen, zum Beispiel die Zustimmung zur massiven Kartenpreiserhöhung, die Zustimmung zum Viagogo-Deal, die Passivität beim „Sicherheitskonzept“. Dabei dürften sich die Mitglieder und Fans über ihren Fanvertreter im Aufsichtsrat des S04 bzw. den SFCV wohl noch nie so gewundert haben, wie bei der Zustimmung zum Viagogo-Deal; ganz zu schweigen von der stillschweigend abgenickten Explosion der Ticketpreise. Hier hat die Fanvertretung ganz eindeutig versagt, welche Gründe und Nöte sie auch immer dazu getrieben haben mag.

Jegliche Form irgendeiner Einsicht, man könne vielleicht doch einmal irgendwie falsch gelegen haben, wird im gesamten Text schmerzlich vermisst. Ebenso wie nur irgendeine klitzekleine konkrete Aussage zu den entsprechenden Sachthemen.

Besonders irritierend ist, wie man die Prioritäten innerhalb des SFCV sieht: Zunächst einmal, so die Bezirksleiter, müsse man die Interessen des Vereines (S04) und erst danach die Interessen der Fans vertreten. Müsste es bei einer sogenannten FANVERTRETUNG nicht genau anders herum sein? Unserer Kenntnis nach werden auch die Bezirksleiter von den Fans bzw. Fan-Clubs gewählt, um deren Meinung zu vertreten. Werden die Interessen des Vereines nicht schon ausreichend durch die Fan-Abteilung vertreten?

Die Argumentation dabei, es würde ohne den S04 erst gar keine Fans geben löst ebenfalls Irritationen aus, zumindest jedoch eine unendliche Debatte über Huhn und Ei, nämlich die Frage nach dem „wer war zuerst da“? Gerade von einer selbstbewussten Schalker Fanvertretung darf durchaus eine Argumentationskette erwartet werden die darauf fundiert, dass es ohne die treuen Fans gar keinen S04 gäbe, ohne seine Mitglieder überhaupt nie einen S04 gegeben hätte. Wie heißt es doch so schön? „Schalke sind wir”. Passenderweise dazu ein Zitat von unserem Ex-Manager Rudi Assauer, welches sogar, auf einer riesigen Leinwand hängend, am Haupteingang der Veltins-Arena wiederzufinden ist: “Ohne die Liebe und Zuneigung der Fans wäre der Verein längst abgenippelt“.

In aller Deutlichkeit gesagt: Niemand wird jemals verlangen, gegen den S04 zu arbeiten. Dies tut im Übrigen auch niemand, das wäre absurd . Aber von einer Fanvertretung erwarten und verlangen wir einfach, dass diese zunächst einmal die Interessen der Fans in den Vordergrund jeder Diskussion stellt! Und dabei gibt es auch seltenst nur den einen Weg der zum Ziel führt, meistens gibt es mehrere Wege die zu einem Ziel führen können. Ob der SFCV dabei, wie im Text suggeriert, die einzig legitimierte Fan-Vertretung auf Schalke ist, das wiederum wäre eine weitere Diskussion wert.

Die Stellungnahme verstärkt bei uns nachhaltig den Eindruck, dass man derzeit mehr darum bemüht ist uns Mitgliedern unpopuläre Vereinsentscheidungen zu verkaufen, anstatt unsere Belange vor dem Verein zu vertreten. Es scheint sich in den vergangenen Wochen und Monaten also nichts geändert zu haben, es besteht wenig Hoffnung auf Besserung.

Wir hatten vor einigen Wochen gesagt, der SFCV müsse wieder „sexy“ werden. Diese Aussage greifen die Bezirksleiter nun gerne wieder auf mit der Bemerkung, genau dies müsse man eben nicht, man müsse „nur weiterhin seinen ehrlichen Weg gehen“. Ob jemand „sexy“ werden möchte bleibt ihm natürlich selbst überlassen. Leider scheint man aber überhaupt nicht verstanden zu haben, was eigentlich Intention der Aussage war. Die Metapher „sexy“ sollte transportieren, dass der SFCV wieder attraktiver werden müsse, vor allem auch für die jüngere Generation an Schalkern, die sich mittlerweile nahezu geschlossen vom SFCV abgewendet haben! Warum identifizieren sich denn die jüngeren Fans nicht mit dem SFCV? Will man diese Generation gar nicht im Boot haben? Da fühlt sich keiner abgeholt und mitgenommen, einzig das „Lockmittel der Karten“ zieht überhaupt noch Leute an.

„Weiterhin seinen ehrlichen Weg gehen.“ In Anbetracht der massiven Proteste gegen DK-Preiserhöhungen und Viagogo kann das doch niemand, selbst kein Bezirksleiter, ernsthaft behaupten! Oder ist genau das „der ehrliche Weg“ den man weiter gehen will? Wäre der ehrliche Weg nicht viel mehr der, die verkrusteten und verflochtenen Strukturen innerhalb des SFCV und vom SFCV zur Fanabteilung/S04 aufzubrechen und vor allem zu erneuern? Kann eine solche Neuausrichtung ohne jegliche personelle Änderung auf Führungsebene überhaupt funktionieren?

Egal wie der Weg des SC weitergeht, der SC-Vorstand wird auch weiterhin mit allen Beteiligten (S04, SFCV, Fanabteilung, Fan-Szene…) einen offenen Dialog führen. Das hat dann auch nichts mit „sein eigenes Ding“ machen zu tun, sondern einzig und allein damit, dass man die Beschlüsse seiner Mitglieder zu respektieren und auch umzusetzen hat. Niemand zwingt uns dazu, Ämter anzunehmen. Am Ende sollte man aber nie vergessen, wer einen eigentlich gewählt hat, wen man zu vertreten hat, wem man Rechenschaft schuldig ist. Zumindest ist das unser Verständnis von demokratischem Vereinsleben und legitimierter Fanvertretung.

Wer sich vertiefend mit dem Thema auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir folgende Links mit teilweise hochinteressanten Diskussionen dazu, das „Megafon“ packt es hingegen eher satirisch an:

Westline-Forum
Block5-Forum
Schalker Megafon

Offener Brief

Erinnerung Mitgliederversammlung findet am 08.06.2013 statt.

In Kürze findet unsere Mitgliederversammlung statt. Zutritt haben ausschließlich Member. Gäste sind nicht zugelassen. An diesem Tag wird es ausschließlich eine geschlossene Veranstaltung geben.

Einlass: 10.04 Uhr

Beginn: 11.04 Uhr

Ort: Vereinslokal

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Aufgrund der Masse der zu erwartenden Mitglieder werden wir wieder mit Boxen und Mikrofonen arbeiten.

Siegerehrung

AbschlusstabelleDie Saison ist durch, die Sieger stehen fest. Nachdem die ersten beiden Plätze schon vor den Relegationsspielen feststanden, hat sich alex04 im Endspurt noch an Grobi vorbei auf den dritten Platz geschoben. Die Endplatzierungen sehen folgendermaßen aus:

1. Beccymitcc (436 Punkte)
2. Christin (432 Punkte)
3. alex04 (411 Punkte)

Zum Einlösung eurer Suppsshop-Gutscheine (1. 50€, 2. 30€, 3. 20€) wendet euch bitte direkt an Oli4!

 

Saisonfazit: Kämpfen und Siegen!

Nach der Saison ist vor der Saison. Feste streckt man noch einmal
tüchtig Arme und Beine aus und ist heilfroh, dass die Saison vorbei ist.
Ruhe, Kraft tanken, Akkus auffüllen. Klar, das eine oder andere Spiel
steht noch an, aber die Bedeutung dieser Partien ist doch verschwindend
gering, so werden am kommenden Samstag die meisten doch sicherlich mit
ihren Jungs/Mädels auf die Rolle gehen, um die Häuser ziehen und tüchtig
einen drauf machen anstatt TV zu schauen. Dann aber, in zwei -
vielleicht auch erst in drei oder vier Wochen – wird es wieder
einsetzen, das Kribbeln, die Vorfreude. vergessen sind dann Ärger und
Freude der Vorsaison, alles wieder auf Null. Fast alles. Es geht immer
weiter…

Am Ende ist es aber nur Fußball. Ja, Fußball ist mehr als nur ein Spiel,
Schalke ist mehr als nur ein Verein, aber es gibt auch Sachen, die sind
wichtiger als Fußball, wichtiger als Schalke. Wer das Gegenteil
behauptet hat in seinem Leben vielleicht viel verpasst – das Leben leben
selbst.

Wer den SC-Newsletter regelmäßig und halbwegs intensiv liest kriegt viel
vom Leben auch außerhalb des Fußballplatzes mit. Auf der einen Seite die
tollen Momente – eine Hochzeit, eine Geburt, ein runder Geburtstag – auf
der anderen Seite brennt einem die Bude ab, man schlittert in die
Arbeitslosigkeit, ein böser Unfall, eine fiese Krankheit erwischt einen.
Auch diese Momente in einer Vereinsfamilie miteinander zu teilen, auch
gerade dann zusammenzuhalten, das macht aus einem Verein “mehr als nur
einen Verein”. In dieser Hinsicht können wir auf euch, könnt ihr vor
allem auf euch, sehr stolz sein. Da ist aus dem SC in den vergangenen 16
Jahren weitaus mehr als “nur ein Club” geworden.

In diesem Sinne, wohl das
Allerallerwichtigste überhaupt. Vor gut eineinhalb Jahren hat Member
Rüdiger diese verfickte Scheißkrankheit erwischt. “Kämpfen und siegen”
im Fußball ist das eine, “Kämpfen und siegen” im wahren Leben das
andere. Lieber Rüdiger, Du hast nicht nur eine grandiose Familie und
eine famose Tochter hinter Dir stehen, Du hast auch 1000 Freunde die
hinter Dir stehen. Mit denen kannst Du immer und jederzeit rechnen, auf
die kannst Du zählen, auf die kannst Du Dich verlassen! Wir sind in
Gedanken bei Dir – Kämpfen und siegen!

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SC-Members beim Vivawest Marathon

Unsere Members beim Vivawest Marathon

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Kumpel- und Malocherclub – Neues von Joel

Schalker Jahresabschluss 2012

Der Jahresabschluss 2012 des FC Schalke 04 liegt vor und mit ihm ein Konzernbericht im Hochglanzformat, der uns nicht nur Zahlen, Daten und Fakten liefert, sondern uns auch sagt, wie der Jahresabschluss zu deuten ist: Es wurden die „Handlungsspielräume vergrößert!“ Die Finanzverbindlichkeiten konnten „in den vergangenen zwölf Monaten um weitere 12 Millionen Euro auf nunmehr 173 Millionen. Euro gesenkt werden“. Gleichzeitig wurde mit „190,8 Millionen Euro der zweithöchste Umsatz der Vereinsgeschichte“ erzielt. Der Umsatzrückgang von 33,4 Millionen Euro erklärt sich, nach Vereinsangaben, zum Großteil durch einen bewussten Verzicht auf Transfererlöse. Lediglich „der Verzicht auf einen Sommertransfer im deutlichen zweistelligen Millionen-Bereich“ führte letztlich zu einem „negativen Ergebnis des Konzerns in Höhe von 8,9 Millionen Euro“. Schuld sei weiterhin auch das kaputte Stadiondach. Ansonsten ist da noch „der erneute Rückgang der Zinsaufwendungen“, der den „eingeschlagenen Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung“ unterstreicht. Es stellt sich uns nun die Frage, ob wirklich alles so blau-weiß ist wie im Konzernbericht glaubhaft versichert wird.27-03-2012

Kritikpunkt 1: Verlust trotz zweithöchstem Umsatz der Vereinsgeschichte

Das Geschäftsjahr 2012 war ein international erfolgreiches Jahr für unseren Club. Sowohl das Erreichen des Viertelfinales der Europa League, als auch sechs Spieltage in der Champions League, stehen zu Buche. Viel mehr geht da nicht. Der Konzernumsatz betrug 190,8 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr (224,2 Millionen Euro) einen deutlichen Rückgang bedeutet. Hier gilt es anzumerken, dass der höhere Vorjahresumsatz größtenteils lediglich durch den Transfer von Torhüter Manuel Neuer zu Bayern München erzielt wurde. Trotzdem gehört Schalke 04 damit immer noch zu den 15 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt (!). Bei den einzelnen Einnahmen fällt auf, dass die Sponsoringerlöse gesteigert werden konnten. Geringer fielen die Erlöse bei den Veranstaltungen und die Transfererlöse aus. Wegen der geringeren Anzahl an Veranstaltungen sank der Materialaufwand entsprechend. Erschreckend ist, dass wir am Ende des Jahres einen Verlust gemacht haben. Unser Verein hat weniger an Einnahmen erhalten, als er an Ausgaben geleistet hat. Zieht man von allen Einnahmen die gesamten Ausgaben ab, so erhält man den Gewinn – oder wie in unserem Fall den Verlust – von rund 8 Millionen Euro (im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 4,9 Millionen Euro). Erklärt wird dies vom Vorstand mit den nicht eingeplanten Aufwendungen in Höhe von 6,6 Millionen Euro für die Sanierung des Daches der Arena. Zwar richtig, aber auch ohne diese Maßnahme hätte es 2,5 Millionen Miese gegeben. Was verwundert ist, dass hierfür keine Rücklagen gebildet worden sind (nicht gestellt sei die Frage nach einer entsprechenden ERGO-Versicherung). Es ist doch bekannt, dass bei einer multifunktionalen Veranstaltungshalle immer wieder Modernisierungen durchgeführt werden müssen. Was ist wenn die Rasenschublade oder große Teile der Technik veraltet sind; schließt dann der Verein auch wieder mit einem Verlust ab?

31-03-2012

Kritikpunkt 2: Hohe Personalkosten

Beim Personalaufwand hat sich nicht viel verändert, zumindest nicht zum Positiven. Die Konzernausgaben für alle Mitarbeiter lagen 2012 bei 98,5 Millionen Euro (!!!). Im Vergleich zum Rekord-Vorjahresniveau sind diese lediglich um kümmerliche 1,4 Millionen Euro gesunken, was angesichts durchaus anderslautender Ankündigungen schlicht als mangelhaft bezeichnet werden darf.Den größten Anteil daran verschlang natürlich der Lizenzspielerbereich mit allen Profis und dem Trainerstab sowie dem Vorstand (ebenfalls mehrere Millionen Euro). Die Kosten für die Lizenzspielerabteilung belaufen sich nach Vorstandsangaben auf rund 86,5 Millionen Euro. Noch vor wenigen Jahren lagen diese Kosten bei rund 70 Millionen Euro (2009). Mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse werden für Personal ausgegeben: ein absoluter Spitzenwert in der Bundesliga (der Durchschnitt liegt hier nur bei knapp 40 Prozent). Zwar sind dies, so wird zumindest argumentiert, teilweise noch immer die langfristigen Folgen der Magath-Herrschaft (nicht zu vergessen: was machte damals eigentlich der Aufsichtsrat?), aber so richtig erfolgreich war der Verein hier noch nicht. Der Vorstand hofft, dass der vollständige Effekt aus der Verringerung des Kaders sich aufgrund von Vertragsauflösungen und Abfindungszahlungen in 2013 auf die Ertragslage auswirken wird. Es sind mittlerweile zwar weniger Spieler in unserem Kader, aber der Verein zahlt wohl immer noch einen größeren Teil der Gehälter von Spielern, die nur ausgeliehen sind. Gleichzeitig zeigen die Gehaltsverhandlungen und Vertragsverlängerungen der vergangenen Monate, dass dieses Thema uns noch länger beschäftigen wird.

Kritikpunkt 3: Schuldenstand

Immer wieder gerne gebraucht im Geschäftsbericht: die Finanzverbindlichkeiten. Nach Vereinsangaben lagen diese zum Jahresende 2012 bei 173,1 Millionen Euro und wurden im Vergleich zum Vorjahr (184,8 Millionen Euro) um 11,7 Millionen Euro reduziert. ABER: die Finanzverbindlichkeiten sind nicht alle Schulden des Vereins. Hinzugezählt werden müssen auch die Rückstellungen und die Rechnungsabgrenzungsposten. Und somit kommt man auf einen Gesamtschuldenstand von gut 250 Millionen Euro. Schon ein Wort!!! Trotz der Höhe gibt es aber auch etwas Positives und das ist die Entwicklung. Vor einem Jahr lagen die Schulden noch um rund 14 Millionen Euro und im Jahr 2009 sogar um fast 50 Millionen Euro höher. Sinkende Schulden bedeuten eine leicht zurückgehende Zinsbelastung, was ja auch nicht schlecht ist. Da hat unser Vorstand schon was geleistet! Die Schattenseite des Ganzen ist, dass für den Schuldenabbau massiv gespart wird und wir im gleichen Zeitraum (abschreibungsbedingt) rund 40 Millionen Euro an Vermögenswerte verloren haben. Investitionen finden fast gar nicht mehr statt. Was sich der Vorstand endlich mal schenken sollte, ist die alljährliche Prognose über das „schuldenfrei“. Diesmal sieht das Peter Peters für das Jahr 2022 oder 2023 erreicht. Vor Jahren war es sein Vorgänger Schnusenberg, der 2008 verkündete, 2015 sei die Arena abbezahlt und Schalke „werde im Geld schwimmen“.

Kritikpunkt 4: Negatives Eigenkapital

Und dann gibt es immer noch diese „schönen“ Geschichten, wenn wieder einmal die Schuldenhöhe kritisiert wird. Sogleich verweist der Vorstand darauf, dass ja den Schulden auch ein Vermögen (Beispiel: Arena) gegenübersteht. Hinzu kommen die stillen Reserven in Form der Spieler. Viel wichtiger als die Interpretation der Bilanzzahlen sind aber zunächst einmal die Fakten: In der Konzernbilanz unseres Vereines gibt es den erschreckenden „nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag“ in Höhe von knapp 76 Millionen Euro. Dieses Negativkapital ist um weitere 9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Schon per Jahresende 2010 lag dieser Wert bei knapp 72 Millionen Euro. Da das deutsche Bilanzrecht recht transparent ist, bleibt es dabei: Wir haben mehr Schulden als Vermögen! Alles andere ist Wunschtraum!

Cartoon 31 - 2012

 

Fazit

Müssen wir uns Sorgen um den Verein machen oder gibt die Bilanz 2012 Anlass zur Freude? Die Lage war wirtschaftlich schon schlechter, aber es bleibt noch sehr viel zu tun, vor allem was die Ausgabenseite betrifft. Egal was uns immer wieder erzählt wird, es bleibt dabei: Wir haben kein Einnahmen- sondern ein Ausgabenproblem!!! Wenn ein sportlich so erfolgreiches Jahr nicht ausreicht, um eine ausgeglichene Bilanz vorzulegen und zumindest eine schwarze Null zu schreiben, dann stimmen die Strukturen wohl nicht.

 

“Einige Passagen dieses Artikel sind dem Blog „Sind schwarze Löcher in Wirklichkeit königsblau?“ von Susanne Blondundblau auf www.fankultur.com entnommen. Das vollständige Original findet Ihr hier: http://www.fankultur.com/blog/kurvenstar04/item/1383-schwarze-loecher-in-koenigsblau-die-schalker-konzernbilanz-2012

 

 

Glückauf und Helau liebe Supps und Schalkemitglieder,

bei den meisten von euch dürfte, wenn nicht schon geschehen, spätestens heute die aktuelle Mitgliederausgabe des Vereinsmagazines “Schalker Kreisels” im Postkasten liegen. Und nicht wenige von euch haben sich, ob der skurrilen Ankündigungen zur diesjährigen “Jaheshauptversammlung” am 29. Juni (wobei wir immer noch zur Mitgliederversammlung einladen sollten), in den vergangenen 24 Stunden schon schwer gewundert. Da ist von einem “Erlebnistag” die Rede, einem “Familientag” mit vielen Höhepunkten, Überraschungen und einer “Musical-Showeinlage”. Wobei, wenn wir ehrlich sind, eigentlich wundert einen mittlerweile ja schon fast gar nichts mehr…

Auf ein Wort
Nein, selbstverständlich kann niemand etwas dagegen haben, dass die Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 ausnahmsweise einnmal von mehr als den üblichen 3000 bis 3500 Mitgliedern besucht werden soll. Warum dem im Übrigen so ist, warum sich in den vergangenen zehn Jahren knapp 100.000 Mitglieder dem geilsten Club der Welt angeschlossen haben, ohne sich aktiv am Vereinschgeschehen – sprich dem Besuch der MV – zu beteiligen, ist eine andere Überlegung wert.

Nein, auch der durchschaubare Schachzug, durch höhere Teilnahme die durchaus berechtigten, kritischen Fragen und Themen nicht in den Vordergrund rücken zu lassen, die anstehenden Wahlen und Entlastungen auf eine breitere Basis zu stellen, überrascht niemanden. Das ist legitim, passt vor allem aber auch exakt zum dem, was bereits in den vergangenen Jahren – teils plump und billig inszeniert – passiert ist, das war für dieses Jahr auch nichts anders zu erwarten. Gleichzeitig ist dies aber auch eine riesige Chance, eine breite Masse an Vereinsmitgliedern mit sachlichen und inhaltlichen Redebeiträgen und Argumenten – das kann und darf sich dann gerne auch bis spät in den Abend ziehen – für die entsprechenden Themen zu sensibilisieren, sie zu überzeugen. Nein, das ist soweit alles in Ordnung.

Aus dem obersten Beschlussorgan des Vereins allerdings eine Art bunten Familientag zu machen, mit Musical-Einlagen und was nicht allem, das überschreitet dann doch für viele eine Grenze, wir sind doch kein Karnevalsverein! Eine Mitgliederversammlung ist die wichtigste Zusammenkunft eines jeden Vereines und kein “Event,” hat mit Kasperletheater oder Kirmes nichts zu tun. Oder sind wir mittlerweile gar nur noch ein Karnevalsverein? Eine Mitgliedschaft, insbesondere das Wahlrecht bei der MV, muss sehr Ernst genommen werden und nicht durch ein buntes Rahmenprogramm zu einem Zirkus verkommen. Oder gibt es demnächst bei uns nur noch “Helau & Alaaf” anstatt “Glückauf”?

Schalke, wir leben Dich? Nein, Schalke, wir schämen uns!

Was folgt denn noch an weiteren “Überraschungen”? Dieter Bohlen als Versammlunsgleiter? Eine große Choreo mit ausgelassener Pyroschow der 04 vordersten Reihen? Hüpfburg und Kinderschminken? Eine Aufteilung des Wahlrechts zwischen Mann und Frau? Werden die Kanidaten Jobst, Peters und Tönnies zum Recall eingeladen? Ist eine Kostümierung ausdrücklich erwünscht? Wird der russische Präsident W. Putin bei den letzten Akkorden von “We will Rock you” (vom Aufsichtsrat getrommelt) aus der Musical-Torte springen und uns als neues Ehrenmitglied präsentiert? Ein Viagogo-Stand, bei dem alle gerade erst erworbenen Tickets sofort mit 100% Aufschlag weiterveräußert werden können? Wundert es eigentlich irgendjemanden noch, warum Schalke 04 tief in den roten Zahlen steht, wenn man mit einer solchen “Ernsthaftigkeit” seine Aufgaben angeht? Eigentlich bleibt nur eine Schlussfolgerung zu ziehen: SIE verstehen Schalke nicht!

Schalke war für die Menschen schon immer mehr als nur ein Club, Schalke ist ein fester Bestandteil ihres Lebens, ihrer Seele, ihrer Identität. Man sucht sich Schalke nicht aus wie einen Pudding an der Kühltheke, sondern Schalke sucht sich einen aus. Du hast da keine Chance, Du hast es Dir nicht ausgesucht, aber doch ist es ein Teil von Dir, sowie Deine Mutter und Dein Vater ebenfalls ein Teil von Dir sind. “Schalker wird man nicht, Schalker ist man” hat Charly Neumann einst gesagt, doch wer von unseren Verantwortlichen kennt dieses Gefühl überhaupt noch? Wir schimpfen uns “Kumpel- und Malocherclub”, lassen dazu keine Gelegenheit aus, Hochglanzprospekte und Werbebroschüren werden damit zugepflastert. Die Menschen allerdings, die Kumpel und Malocher, Eure Großeltern und Urgroßeltern, diejenigen die diesen Verein einst gründeten, ihm eine Seele, ihm einen Sinn gaben, einen Verein schufen, der Generationen von Menschen hier Stolz und Selbstwertgefühl gegeben hat, Generationen von Menschen zusammenwachsen ließ, sie würden sich bei Ankündigung einer solchen Veranstaltung schämen. Szepan und Kuzorra würden sich schämen. “Was habt ihr nur aus unserem Verein gemacht” würden sie fragen? Mit solchen Zirkusveranstaltungen verhöhnen wir unsere Vorfahren und spucken ihnen dabei gleichzeitig auch noch ins Gesicht!

Schalke ist kein Event, Schalke ist nicht Kirmes, Zirkus oder Karneval, kein Phantasialand oder Traumlandpark. Das ist es mittlerweile an den Spieltagen, damit kommen wir klar – aber Schalke ist in seinem Kern mehr als Fußball. Schalke hat Generationen von Menschen gepägt, ihnen Hoffnung und Lebensfreude geschenkt, das Selbstwertgefühl und das Selbstbewußtsein gesteigert – damit macht man ab einem gewissen Punkt keinen Spaß mehr! Wer das nicht versteht, wer das nicht verstanden hat, wer aus dem Erbe unserer Vorfahren, wer aus dem wichtigsten Vereinsorgan eine unwürdige Veranstaltung mit Kirmescharakter macht, der lebt Schalke nicht und der hat Schalke auch nicht verstanden!

Vereinsfamilie am 29.06.2013 – JA
Familientag am 29.06.2013 – NEIN

Wir empfehlen an dieser Stelle dazu noch die “ATTACKE” unserer Freunde von der Schalker Fan-Initiative (Schalker gegen Rassismus): http://schalke-unser.de/?p=960

Euer Supportersclub e.V.

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Einmal im Jahr

ist Kirmes auf Schalke…

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